TVB-Admin
Uncategorised
Hits: 700

Am vergangenen Wochenende standen die Partien gegen den Aufsteiger Langstadt und Dauerrivalen TuS Bad Driburg an . Obwohl der Plan war , dass man mit mindestens einem Zähler ins Baden Ländle zurückkehren wollte , musste man am Ende beiden Teams zu guten Leistungen gratulieren. Stephan Roscher hat diese Partien für Sie mit Stimmen der Verantwortlichen zusammengefasst. 

Am vergangenen Wochenende standen die Partien gegen den Aufsteiger Langstadt und Dauerrivalen TuS Bad Driburg an . Obwohl der Plan war , dass man mit mindestens einem Zähler ins Baden Ländle zurückkehren wollte , musste man am Ende beiden Teams zu guten Leistungen gratulieren. Stephan Roscher hat diese Partien für Sie mit Stimmen der Verantwortlichen zusammengefasst. 

Langstadt - TV Busenbach 6:1

Ein 6:1 klingt drastisch, das Spiel war aber interessant, umkämpft und gar nicht einseitig. Weit über 200 Zuschauer erlebten eine gute, ansehnliche Bundesligapartie, in der die Busenbacherinnen ihre durchaus vorhandenen Chancen nicht nutzen konnten.

Langstadt hatte immerhin Petrissa Solja und Cheng Hsien-Tzu aufgeboten, denen dennoch nichts geschenkt wurde und die ihre Siege im Einzel sowie den Erfolg im gemeinsamen Doppel durchaus erkämpfen mussten. Das Doppel gegen Krämer/Göbel, die phasenweise die Topspins der beiden Langstädterinnen mit frappierender Treffsicherheit durchschossen, war lange offen, doch am Ende spielten Solja/Cheng den entscheidenden Tick sicherer und ihre Gegnerinnen trafen immer seltener. Das stark spielende Zweier-Doppel des TSV Pietkiewicz/Kämmerer, das schon letzte Saison im Unterhaus prächtig harmonierte, sorgte mit einem 3:1 über Busenbachs Youngster-Duo Bondareva/Schreiner für ein beruhigendes 2:0 aus Sicht der Gastgeber, das die weitere Richtung der Partie vorzeichnete.

Solja, die vor der Partie vom Sportlichen Leiter Manfred Kämmerer für ihren tollen Sieg beim Europe Top 16 geehrt worden war, wobei dann auch ein paar Tränchen der Rührung flossen, hatte ihr Match gegen Jessica Göbel aber gut im Griff. Später gegen eine clever spielende Tanja Krämer musste sie jedoch alle Kräfte mobilisieren, um mit 3:1 zu gewinnen.

Cheng, die eigens ihre chinesische Trainerin Wu Xiao Ning mitgebracht hatte, die sie und auch Petrissa Solja im Doppel coachte, letztere in nahezu perfektem Englisch, hatte dagegen gegen Tanja Krämer ordentlich zu kämpfen. Die Weltranglisten-50. aus Taiwan gewann die ersten beiden Sätze nach teilweise hohen Rückständen knapp, um dann erst im dritten Durchgang alles im Griff zu haben.

Janina Kämmerer hatte einige Mühe mit dem treffsicher angreifenden Busenbacher „Nesthäkchen“ Anastasia Bondareva, 16 Jahre jung, hielt allerdings mit zunehmender Spieldauer immer besser dagegen. Im Entscheidungssatz hatte die Nummer vier des TSV deutlich die Nase vorne. Kämmerer: „Wir kennen uns gut vom Training in Frankfurt. Eigentlich liegt mir ihr Spiel nicht so, auch deshalb bin ich sehr zufrieden, dass ich sie heute schlagen konnte.“ Mit der Mannschaftleistung des TSV war das Langstädter Eigengewächs absolut einverstanden: „Wir haben als Team gut gespielt, unsere Chancen genutzt und verdient gewonnen.“

Vor Kämmerers Sieg war Franziska Schreiner, die von ihrer Mutter Yunli gecoacht wurde, der Ehrenpunkt für die Badenerinnen gelungen. Die 17-jährige machte gegen die doppelt so alte Polin Monika Pietkiewicz einen schier aussichtslos erscheinenden Rückstand noch wett und münzte ein 0:2 nach Sätzen noch in einen Sieg um.

Etwas später, nach insgesamt zweieinhalb Stunden, machte Solja (Einzelbilanz nun 14:2) gegen Krämer den Deckel drauf, so dass das Duell Cheng vs. Göbel nicht mehr in die Wertung gelangte.

Vorzüglich war die Stimmung von Manfred Kämmerer nach dem überzeugenden Erfolg seiner Schützlinge: „Dass wir uns bereits jetzt für die Play-offs qualifiziert haben, ist der starken mannschaftlichen Geschlossenheit unseres Teams zu verdanken. Alle Fans in Langstadt freuen sich schon jetzt auf die „Zugabe“ Play-off-Runde - und das haben sie sich aufgrund ihrer tollen Unterstützung der Mannschaft auch redlich verdient.“

„Trotz des Ergebnisses kann ich nicht sagen, dass wir schlecht gespielt hätten“, so TVB-Mannschaftsführerin Jessica Göbel. „Wir haben fast in jedem Spiel gut mitgehalten. Es geht uns schon die ganze Saison so, dass wir oft gut spielen aber nichts Zählbares herausspringt.“ Teamkollegin Tanja Krämer bekräftigte: „Wir hatten heute wieder unsere Chancen, konnten sie jedoch nicht nutzen. Sehr gefreut hat mich der Sieg von „Franzi“ gegen Pietkiewicz, der ihr sicher Auftrieb geben wird. Mal sehen, ob wir morgen in Bad Driburg punkten können. Die liegen uns besser.“

 

TuS Bad Driburg – TV Busenbach 6:2

Ein wichtiger Schritt in Hinblick auf den anvisierten zweiten Platz gelang Bad Driburg, das gegen Busenbach beim 6:2 nichts anbrennen ließ und nun nach Pluspunkten vier Zähler vor Kolbermoor liegt, nach Minuspunkten sind es allerdings nur zwei Zähler Abstand.

Obwohl die Badenerinnen sich im Vorfeld Chancen auf ein Remis ausgerechnet hatten und der TuS drei Jahre nicht gegen den TVB gewonnen hatte, war es ein letztlich souveräner Sieg der Ostwestfälinnen, bei denen das vordere Paarkreuz mit Britt Eerland und Sarah de Nutte mit vier Siegen brillierte.

Eerland bezwang Jessica Göbel mit 3:0 und Tanja Krämer mit 3:1, ihre luxemburgische Teamkollegin Göbel und Krämer jeweils in vier Durchgängen. Zudem war Nadine Bollmeier gegen Franziska Schreiner in drei Sätzen erfolgreich. Bollmeier siegte auch im Doppel an der Seite von Sophia Klee (3:1 gegen Bondareva/Schreiner). Für das Gästeteam punkteten Anastasia Bondareva, die das Youngster-Duell gegen Sophia Klee mit 3:1 gewann, sowie das wie gewohnt prächtig harmonierende Doppel Krämer/Göbel, das Eerland/de Nutte mit 14:12 im Entscheidungssatz besiegte. Insgesamt blieben die Badenerinnen vor 100 Fans jedoch ein ganzes Stück von einem Punktgewinn entfernt.

„Gegen eine tapfer und gut spielende Busenbacher Mannschaft gelang uns endlich der erste Sieg seit drei Jahren“, so TuS-Manager Franz-Josef Lingens. „Verdient, aber es hätte natürlich auch etwas knapper werden können. Doch unser Team lässt nicht locker und ist in diese Spitzenposition hineingewachsen. Unsere vier Spielerinnen waren super drauf und ließen nie einen Zweifel am Sieg aufkommen.“ Lingens hatte aber auch ein kleines Lob für den Verlierer parat: „Unsere Gegner kämpften bis zum Schluss, mussten aber am Ende immer dem leicht besseren Gastgeber gratulieren. Mit einer Ausnahme: Anastasia Bondareva spielte sehr stark und gewann verdient nach tollen Ballwechseln im Jugendduell gegen unsere Sophia Klee.“

Richtig zu trösten vermochte das Jessica Göbel nicht. „Insgesamt ein enttäuschendes Ergebnis“, so die Busenbacher Kapitänin. „Im Doppel planmäßig mit einer guten taktischen Leistung 1:1 gestartet. Im oberen Paarkreuz fehlen momentan aber einfach zehn bis 15 Prozent, um zu punkten.“ Positiv vermerkte Göbel: „Nasti (Bondareva) hat gegen Sophia Klee mit einer ebenfalls sehr guten taktischen Leistung Revanche für die Top 12-Niederlage genommen. Franzi (Schreiner) konnte lange mithalten, aber am Ende war Nadine (Bollmeier) in den entscheidenden Phasen routinierter.“ Das Busenbacher Fazit: „Es nützt nichts, momentan müssen wir damit leben, dass wir so in keinem Spiel überzeugen können.